Die Nosferatu

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Die Nosferatu

Beitrag  Mephisto am Mi Jul 14, 2010 9:50 am

Die wahren Verdammten unter den Kainskindern scheinen die Nosferatu zu sein. Während es anderen Vampiren gelingt, menschlich zu wirken, zeigt der Fluch des Vampirusmus bei den Nosferatu sein wahres Gesicht: Der Kuß verwandelt sie in schrecklich mißgebildete Gestalten, die nicht einmal mehr als Zerrbilder ihres früheren Aussehens gelten können. Einer Legende nach, wurde der Clansgründer von Kain persönlich verflucht ("Orginaltext": Als Nosferatu gefunden ward, wie er in seinen Vorlieben schwelgte, auf üble Weise mit seinen eigenen Kindern, legte Kain seine Hand auf Nosferatu und sagte ihm, er werde auf immer sein Übel tragen und verzerrte sein Antlitz.). Sie sind die Monstren, von denen viele redeten, wenn sie von Vampiren sprachen. In den Zeiten des Aufkommen des Christentums hatten viele Nosferatu ihr Verhalten verändert: sie fühlten sich besonders von der Büßerbewegung angezogen; übermenschliche Härte und vampirische Heilkräfte befähigten einen Nosferatu, wochenlang Sebstgeißelung zu ertragen,
da sie nur so glaubten, die Erlösung zu erfahren.

Auch heute halten die Nosferatu an dieser Einstellung fest. Sie sehen den Fluch des Vampirismus als mögliches Mittel zur Reinwaschung für die Sterblichkeit und deshalb geben die Nosferatu den Kuß auch oft an sozialen Abschaum weiter (und weil sie nur diesen Menschen zutrauen, die schreckliche Entstellung durch den Fluch zu ertragen): Trottel und Mißgebildete, Eremiten, Vagabunden, Kriminelle, exkommunizierte Priester und dergleichen.

Viele Nosferatu sind erstaunlich klar im Kopf und praktisch veranlagt, sie meiden die Obsessionen, Anfälle und Zornesausbrüche ihrer schöneren Brüder. Es geht das Gerücht rum, die Nosferatu haben gefallen daran, besonders schönen Menschen, oder welchen, die sich für besonders schön halten, den Kuß zu schenken. Sie erfreuen sich dann an dem Entsetzen ihrer Küken, wenn diese sich in schreckliche Monster verwandeln. Aus der Gesellschaft der Sterblichen und der der Vampire gleichermaßen ausgestoßen, spuken diese mißgestalteten Schrecken durch die Kanalisation, Katakombenund U- Bahn- Tunneln und verlassen diese nur höchst selten. Auch verachten und verabscheuen die anderen Vampire die Nosferatu und verhandeln nur mit ihnen, wenn sie müssen. Aber ihren Aussatz haben die Nosferatu etwas abgewinnen können: sie sind Meister des Schleichens, der Geheimnisse und der Verdunkelung. Bei dem Letzteren handelt es sich um eine Disziplin, die die Nosferatur vortrefflich gemeistert haben. Es gibt verschiedene Legenden, warum gerade die Nosferatu Meister dieser Disziplin sind: die einen behaupten, daß Kain vom Aussehen des ersten Nosferatu so angestoßen war, daß er das Kind verhüllte, damit er seinen Anblick nicht mehr ertragen mußte; andere behaupten, daß Lilith mütterliches Mitleid für ihren enstellten Adoptivsohn zeigte. Durch diese Kräfte wissen sie Dinge, die sonst keiner weiß. Sie sind Informationsbeschaffer ohnegleichen und können hohe Preise für ihr Wissen verlangen, was sie durch belauschte Gespräche (Stichwort geheime Treffen) erlangen. Wenn ein Kainskind etwas über die Vorgänge in einer Stadt und ihrer Bewohner wissen will, täte es gut daran, die Nosferatu zu konsultieren. Aus diesem Grund treten sie häufig als Berater bei Prinzen oder Räten der Vampire auf (und sollte sich das Feilschen um den Wertgehalt der Information als sinnlos erweisen, sind sich die Nosferatu auch nicht zu schade für ein wenig Erpressung).


Die Nosferatu haben durch ihr Schicksal, daß sie seit Jahrtausenden ertragen müssen, starke Bande untereinander entwickelt. Nosferatu behandeln einander mit größter Hochachtung und ausgesuchter Höflichkeit und tauschen untereinander frei Informationen aus. Sie stehen sich gemeinsam bei, wenn einer von ihnen beleidigt wurde und angesichts ihrer gewaltigen Körperkräfte und ihres Zusammenhaltes innerhalb des Clans wundert es nicht, daß ihre Gegner häufig unauffindbar verschwinden. Obwohl die Nosferau zur Camarilla gehören, gehört eine beträchtliche Anzahl von Nosferatu zum Sabbat oder betrachten sich als Autarkis (sektenunabhängig)- doch diese Zweige unterscheiden sich abgesehen von der Ideologie nicht seht vom Hauptstrom des Clans. Manche Kainskinder erzählen sich im Flüsterton, der Clan stehe auf schlechten Fuß mit seinem Stammvater und dieser wolle ihn auslöschen.


Clansdisziplinen: Stärke, Tierhaftigkeit, Verdunkelung

Assamiten: Das ist übel, wirklich übel. Wenn du dich versteckst, saugen sie dich vielleicht nicht aus.

Brujah: Sie reden viel von Gleichheit, aber sie starren mich genauso an wie alle anderen auch.

Gangrel: Sie verstehen mehr als alle anderen. Wir sprechen nicht viel, aber wir verstehen und prächtig.

Giovanni: Sie stinken mehr als wir. Ich muss es wissen, ich habe in ihrem Müll gewühlt.

Jünger des Set: Was haben sie, was ich brauchen könnte? Geld? Ha! Schöne Kleidung? Ha! Ein Apartment? Ha! Liebhaber? Ha! Man kann nichts korrumpieren, was so aussieht wie ich.

Lasombra: Richtig fiese Bastarde. Wenn einer in der Gegend ist, kannst du deinem eigenen Schatten nicht trauen, lass dir das gesagt sein.

Malkavianer: Da stinkt doch etwas und ich bin's nicht. Beobachte sie. Wenn du sie nicht mehr sehen kannst, nimm lieber die Beine in die Hand.

Ravnos: Vielleicht sind sie auch nur missverstanden. Jetzt haben sie jedenfalls nicht mehr viel zu melden.

Toreador: Sie machen es uns einfach, sie zu hassen.

Tremere: Ihr glaubt doch nicht wirklich, euer Abrakadabra würde euch in den Wirren des Dschihad helfen? Viel Spaß in der Hölle.

Tzimisce: In der Theorie kann ich durchaus verstehen, dass sie gerne so aussehen würden wir wir, aber in der Praxis sind sie eben verfickte Arschlöcher.

Ventrue: Sie werden allein auf ihren Thronen sterben.


Dieser Text wurde von Hemator Ferenzy verfasst.


Zuletzt von Mephisto am Mi Jul 21, 2010 4:31 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Die Nosferatu

Beitrag  Mephisto am Mi Jul 21, 2010 4:26 am

Clansmakel:

Diese bedauernswerten Kainiten tragen womöglich den schlimmsten Fluch in sich - wohl eher an sich. Eiternde Wunden, verschobene Knochen, ledrige und rissige Haut und übel riechende Zahnstümpfe, sind nur einige wenige markante Zeichen, die den Körper eines Nosferatu entstellen können. Die Eitelkeit, die der damals Schönste der Vorsintflutlichen an den Tag legte, Nosferatu eben, wurde ihm zum Verhängnis ... Er und alle seine Nachkommen sollen zu entstellten und verdrehten Monstern werden.

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